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Sehr
geehrte Damen und Herren,
das Evangelium vom Sonntag und die Gedanken zum Sonntagsevangelium
von Matthias Schnegg finden Sie nunmehr unter "ZUM
SONNTAG"
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| Termine in
Lyskirchen
22.
Sonntag im Jahreskreis,
+ Sonntag, den 29.08.2010
um 19.00 Uhr Gemeindemesse
Donnerstag,
den 02.09.2010
um 18.00 Uhr
Rosenkranzgebet
für den Frieden und die Verständigung
der Kulturen
Samstag,
den 04.09.2010
um 09.00 Uhr Hl.
Messe
Pilgergruppe aus Kulmbach
Pfr. Wagner
um 11.00 Uhr
Trauung des Brautpaares
Jeanette Schlapphaus
Christoph von Lier durch
Pfr. Schnegg
um 18.00 Uhr Benefizkonzert
für das Notel
23.
Sonntag im Jahreskreis,
+Sonntag,
den 05.09.2010
um 19 Uhr Heilige Messe
für die Gemeinden
Kollekte
Flutopfer PAKISTAN



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Aufruf der deutschen Bischöfe zur
Sonderkollekte am
5. September 2010 für
die Flutopfer in
Pakistan
Liebe Schwestern und
Brüder,
wochenlange Regenfälle
haben große Teile Pakistans unter Wasser gesetzt. Viele Millionen
Menschen sind davon betroffen. Straßen, Brücken und Häuser wurden
zerstört. Dörfer und Städte sind von der Außenwelt abgeschnitten,
Trinkwasserquellen verunreinigt. Seuchen bedrohen die Menschen, vor allem
die Kinder. Unzählige sind ohne Obdach. Der Generalsekretär der
Vereinten Nationen hat die Flutkatastrophe in Pakistan einen „Tsunami in
Zeitlupe“ genannt. Das heißt: Je länger die Überflutungen andauern,
desto größer werden die Zerstörungen. Wir deutschen Bischöfe rufen Sie
alle, liebe Schwestern und Brüder, zur Unterstützung der Not leidenden
Menschen auf. Die internationale Hilfe ist zwar angelaufen, und auch
unsere kirchlichen Hilfsorganisationen geben ihr Bestes. Es fehlt jedoch
an ausreichenden finanziellen Mitteln, um wenigstens das schlimmste Elend
zu bekämpfen. Deshalb soll in allen Gottesdiensten am kommenden Sonntag
eine Sonderkollekte abgehalten werden.
Schon zum zweiten Mal in
diesem Jahr sind wir angesichts einer verheerenden Naturkatast-rophe zu
besonderer Hilfe gerufen. Aber Not kennt keinen Kalender. Als Christen
wissen wir: Gott ist den Notleidenden in besonderer Weise nahe. Wenn wir
ihnen solidarisch zur Seite stehen, folgen wir dem Beispiel Jesu.
So bitten wir Sie um Ihr
Gebet für die Menschen in Pakistan und um eine großherzige Spen-de am
kommenden Sonntag. Auf diese Weise kann durch unsere bewährten
Einrichtungen umgehend weitere Hilfe geleistet werden. Allen, die einmal
mehr ein wirksames Zeichen der Nächstenliebe setzen, sagen wir ein
herzliches
Vergelt’s Gott!
Würzburg, den 23. August
2010
Für das (Erz-)Bistum Köln
+ Joachim Kardinal Meisner
Erzbischof von Köln
Spendenkontakte:
Caritas international Freiburg
Spendenkonto 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
Stichwort: „Fluthilfe
Pakistan“
Benefizkonzert
in Maria Lyskirchen am 4. September, 18 Uhr
Rolly
Brings und Bänd laden zu einem Konzert zugunsten des Notels ein:
MEMENTO
MORI
Ne
kölsche Dudedanz / Ein kölscher Totentanz
Lieder,
Sprüche und Geschichten vom Vergehen der Zeit, von dem, was bleibt, vom
Älterwerden, vom Sterben und der Frage, was wohl danach kommt. Anfangs
ernst, dann aber zunehmend kölsch-katholisch. Kein Begräbnis in Köln,
wo die Ureinwohner gegen Ende nüchtern wären und keine kölschen Lieder
sängen.
Eine
empfehlenswerte Art des Abschiednehmens und der Trauerarbeit.
Mit
Textheften samt Übersetzungen
fürs
Publikum zum Mitlesen und Mitsingen.
Eintritt
frei / Kollekte nach dem Konzert
Die
‚Avaritia’ (Habgier) im Portal von St. Maria Lyskirchen
Die
Künstler des Mittelalters wussten, dass wir – da wir Menschen sind –
in der Realität unseres Lebens mit solchen Mächten beschäftigt sind –
Mächten wir der Sucht, immer mehr haben wollen zu müssen. Wenn man es
nicht weiß, übersieht man fast diese kleinen Figuren in der Mitte des
Tryptichons des Portals. Da ist die Avaritia symbolisiert als ein Vogel,
der sich den Hals reckt bis zur unaufhaltbaren Überdehnung. Der Vogel
will zur Stillung seiner Gier die Trauben erreichen ... und weiß doch,
dass er immer wieder neu gieren ‚muss’. Die Künstler des Mittelalters
haben gewusst, dass der Mensch so besetzt wird durch Neid, Stolz, Luxus
und Gier. Die Einladung heißt: Tretet aus der Logik dieser Welt durch das
Portal, die Tür, die JesusChristus selber ist (Joh 10,7) und lasst euch
auf einen anderen Lebensentwurf ein – auf das Leben Jesu und seine
andere Art, Leben, Schätz des Lebens zu haben.
Invidia
im Hauptportal von Lyskirchen
Ein
weiterer Blick auf ein Detail im Eingangsbereich unserer Kirche. Die Künstler
des 13. Jahrhunderts haben den Menschen wohl sehr gut gekannt. Es ist
erstaunlich, wie wir als Menschen in unserem Wesen über die Jahrhunderte
hin uns ‚treu’ geblieben sind. Die kleinen Figuren oberhalb des
Portals sprechen von menschlichen Haltungen, die uns wie Besetzungen quälen
können: Der Neid (invidia), der Stolz (superbia), der Luxus (luxuria) und
die Habgier (avaritia). Am vergangenen Sonntag war die ‚Habgier’ in
unseren Blick gekommen, weil im Evangelium von dieser Haltung die Rede
war. Da war das Interesse wach geworden, was sich denn sonst so alles in
der Gestaltung des Eingangsbereiches verberge. Daher also in loser Folge
Bilder uns kurze Kommentare zu den Figuren. Die mittelalterlicher Baukünstler
haben nicht nur ‚schön’ bauen wollen, sondern auch mit ihren
Bauwerken und Bildern Verkündigung betrieben. An unserem Eingangsbereich
werden die Nöte menschlicher Haltungen beschrieben, die uns gefangen
halten können – wie der Neid. Eine mürrisch und angestrengt
dreinschauende Gestalt mit einer Narrenkappe auf dem Kopf lässt uns
nachspüren: So ‚verrückt’ kann das Leben sein, wenn es vom Neid
fixiert ist. Wie die Habgier, so behindert auch der Neid die Freiheit des
Lebens. Wer einmal vom Neid befressen war, der/die weiß, wie einschnürend
vergiftend so ein Gefühl sein kann.
Weitere
Bilder werden folgen. Und die ‚Auflösung’, denn die Künstler des 13.
Jhts. wollten nicht nur darstellen, sondern auch einen anderen Weg öffnen,
eine andere Sicht von Welt und Leben jenseits der besetzenden Macht zerstörerischer
Gefühle ...
Matthias
Schnegg

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Unsere Schiffermadonna:
Entstanden im Rheinland (Aachen oder Köln?), um 1410/20 Holz;
Höhe 205 cm
Die überlebensgroße Madonnenfigur gehört
nicht zur ursprünglichen Ausstattung von St. Maria in Lyskirchen,
stammt vielmehr aus dem Zisterzienserinnen-Kloster in Walberberg.
Sie gelangte vermutlich am Anfang des 19. Jahrhundert hierher. Die
Gewandstatue variiert einen bestimmten, böhmischen Typus der
Madonnen des 'weichen Stils'. Sie ist nach unten ungewöhnlich
verbreitert; die sanft geschwungene Bewegung der Gestalt ist
eingebettet in die pyramidenartige Komposition der Gewandmasse,
die an ihrer rechten Seite in langen Bahnen, an der linken in
'Kaskaden' der gerafften Säume herabfällt. Maria hält das
nackte Jesuskind, das sich zum Betrachter wendet und einen kleinen
Apfel zu reichen scheint.
Die populäre Bezeichnung der Figur als
'Schiffermadonna' könnte aufgekommen sein, als sie seit dem
Anfang des 19. Jahrhunderts im Freien an der Ostapsis aufgestellt
war (bis 1868) und die Vorstellung üblich wurde, sie sei von den
Rheinschiffern verehrt worden.
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